Wer den Wunsch hat, regelmäßig Golf zu spielen und eventuell sogar an Turnieren teilzunehmen, kann dies in der Regel nur dann, wenn er Mitglied in einem in- oder ausländischen Golfclub ist.
Gerade in den letzten Jahren haben sich zahlreiche interessante Alternativen zu einer normalen Golfclubmitgliedschaft entwickelt. Diese sind oft deutlich preiswerter und dürften vor allem für Golfanfänger und für Personen, welche aus beruflichen oder privaten Gründen sehr viel unterwegs sind, interessant sein.
Wichtige Formen sind die Gastmitgliedschaft, die Fernmitgliedschaft sowie die Mitgliedschaft in einem ausländischen Golfclub. Gerade für Anfänger bietet sich auch die VcG (Vereinigung clubfreier Golfer) als Alternative an.
Eine reguläre Mitgliedschaft in einem Golfclub kommt vor allem für diejenigen Spieler infrage, welche regelmäßig, im Idealfall mehrmals pro Woche, Golf spielen möchten und großen Wert darauf legen, sich an einen Club fest zu binden. Meist wird dies ein Golfclub am Heimatort oder in dessen unmittelbarer Nähe sein.
Die Vorteile liegen hier vor allem darin, dass der Spieler in seinem Club jederzeit das volle Spielrecht hat und hierfür keine zusätzlichen Greenfeekosten anfallen.
Nachteilig dürften sich die hohen Kosten auswirken. Auch wenn Golfclubmitgliedschaften heute meist deutlich preiswerter sind als noch vor einigen Jahren oder Jahrzehnten, fallen oft Kosten an, die sich durchaus in der Größenordnung von mehreren Tausend Euro pro Jahr bewegen können.
Eine interessante Alternative zu einer regulären Golfclubmitgliedschaft ist die Fernmitgliedschaft. Immer mehr Clubs in Deutschland bieten diese Möglichkeit an. Grundvoraussetzung für eine Fernmitgliedschaft ist, dass sich der Wohnort des Spielers in einer angemessenen Distanz zum Golfclub befindet. Wie weit dies sein soll, legt jeder Club individuell fest. Als Mindestentfernung werden in der Regel zwischen 150 und 300 km gefordert.
Bei einem Fernmitglied gehen die Verantwortlichen in den Golfclubs generell davon aus, dass der Spieler deutlich weniger Zeit auf dem Platz verbringt als ein reguläres Mitglied. Aus diesem Grunde sind die Mitgliedsbeiträge auch deutlich niedriger und bewegen sich meist zwischen 150 und 400 € pro Jahr. Eine Aufnahmegebühr wird meist nicht erhoben, fällt sie dennoch an, ist sie nur sehr gering.
Die Konditionen für eine Fernmitgliedschaft unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander. Deshalb sollte vor der Entscheidung für eine Fernmitgliedschaft immer ein genauer Vergleich der Angebote verschiedener Clubs durchgeführt werden.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Mitgliedschaft des betreffenden Golfclubs im Deutschen Golfverband (DGV). Dies ist Voraussetzung dafür, dass das Handicap des Spielers nach einheitlichen Kriterien verwaltet wird. Fernmitglieder haben, sofern sie die Turnierreife besitzen, das Recht, für ihren Club an Turnieren teilzunehmen.
Grundvoraussetzung für eine Fernmitgliedschaft ist, genauso wie bei einer regulären Clubmitgliedschaft, dass der betreffende Spieler im Besitz der Platzreife ist.

