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Lärmbelästigung durch Nachbarn: Ein Leser berichtet vom Nachbarschaftslärm

Ich wohne seit September 2009 in einer eigentlich sehr schönen Dachgeschosswohnung in der Nähe meiner Arbeit, die ich nur sehr ungern wieder aufgeben würde. Allerdings treiben mich meine "Untermieter" langsam echt in den Wahnsinn.

Mein Hauptproblem: Die Nachbarn (vor allem das Mädel) unter mir neigen dazu, recht regelmäßig in unterschiedlichen Lautstärken Musik zu hören, von der vor allen ein sehr penetranter Bass bei mir ankommt. Teils höre ich nur ein leises, aber dennoch hörbares Bummen (die Gutsten stehen zu meinem Leidwesen auf Techno-bummbumm-mzmz), das sich über Stunden hinziehen kann, zwischendurch werden Lieder aber auch extrem laut angespielt oder mehrere hintereinander laut aufgedreht.

Besagtes Mädel ist zudem noch etwas korpulenter, was dazu führt, dass sie nicht elfengleich durch die Wohnung gleitet sondern massiv trampelt. So laut, dass ich das Gefühl habe, dass sie über und nicht unter mir wohnt!!! Sie arbeitet Schicht und dementsprechend komme ich zu den unterschiedlichsten Zeiten in diesen Genuss!
Abgerundet wird das ganze von einem Kind (4-5 Jahre alt), das die Wohnung als seinen Spielplatz betrachtet, rennt und rumspringt und das zu Zeiten, zu denen es meiner Meinung nach längst ins Bett gehört (so gg. 21Uhr) und einer Waschmaschiene, deren Schleuderprogramm unter der Woche und vor 22 Uhr nicht zu funktionieren scheint und die zwar eine Etage tiefer, aber genau an meiner Schlafzimmerwand steht.
Das Getrampel und die Waschmaschine empfinde ich nicht so extrem störend, das es nie wirklich lange andauert, aber dieses monotone Techno-bummbumm zehrt mir langsam echt an den Nerven.

Ich habe bereits mehrfach das Gespräch mit den Nachbarn gesucht, versucht, einen Kompromiss zu finden, aber diese Menschen sind so extrem uneinsichtig, unkoorporativ und schon regelrecht rücksichtslos, dass es schier unglaublich ist.
Auf meine Bitte "Das ist etwas laut, könntest du evtl die Bässe ein bisschen runterdrehen, es ist schließlich schon spät / Sonntag / das geht jetzt schon über *ne Stunde so?" bekam ich Kommentare wie "Na und?", "Ich, bzw mein Kind will halt auch mal laut Musik hören!" "Sonst beschwert sich doch auch keiner!", "Du bist halt einfach zu spießig und empfindlich!", "Jedes mal kommst du gleich runtergeschissen!", "Na dann geh doch spazieren, wenn du Ruhe haben willst!", oder "Dann warte mal ab, wenn ich meinen Geburtstag feiere!" zu hören.

Ich hab mir natürlich auch schon Gedanken gemacht, ob ich das wirklich zu eng sehe und ich bin auch absolut unsicher, welchen Grad an Lärm ich tolerieren muss. Leider ist das Gesetz da etwas unaussagekräftig mit den Begriffen "zumutbar" und "nicht zumutbar"

Da mir das ganze inzwischen aber auch körperlich zusetzt, ich zunehmend gereizter und angespannter werde, es mir tatsächliche Bauchschmerzen bereitet und ich merke, wie ich mich verkrampfe, wenn ich die ersten Töne von unten höre oder nur daran denke, dass es abends wieder losgehen könnte, denke ich schon, dass sich etwas ändern muss - zumal das Recht in diesem Fall ja offensichtlich auf meiner Seite steht.

Das Schlimme ist, dass ich mich immer wieder bei Grübeleien darüber erwische, wie ich mich möglichst bösartig an diesen Menschen rächen kann. Das macht mir echt Angst, da sowas normalerweise absolut nicht meine Art ist und ich mich auch nicht auf dieses Niveau herablassen möchte.

Statt dessen zwinge ich mich jetzt zur Ruhe, führe brav ein "Lärmtagebuch" und werde mich demnächst einfach jedes Mal beim Ordnungsamt oder der Polizei beschweren und 1x monatlich eine Zusammenfassung an meinen Vermieter schicken. In den Mieterschutzbund bin ich auch eingetreten, und hoffe jetzt, dass irgendetwas davon fruchtet und mir eine dauerhafte Lösung beschert.

In dem Sinne einen kleinen Gruß an alle Leidgenossen :)

Kommentare (9)

Mein Beileid. Sowas kann einen wirklich in den Wahnsinn treiben.
Ich schlage mich mit ähnlichen Problemen rum. 2 nichtstuende Teenager, deren anwesende Freunde und ne fette Anlage. Diese funktioniert offenbar nur bei weit geöffneten Fenstern. Zudem noch Belästigungen durch wild entsorgten Müll etc. *Seufz* Besonders schön wird dann noch, wenn einen solche "Menschen" sofort anpöbeln, wenn man sie mal trifft...und nebenbei noch nette Lügen verbreiten.
Mein Rat: Irgendwo ein Stück Acker besorgen, es zum eigenen Staat erklären, und eine sehr hohe Hecke drum herum wachsen lasssen. ;-)

Rücksichtslose und von jeglicher Intelligenz unbelastete Randalos scheinen ein weit verbreitetes Übel zu sein! "Rücksichtnahme ist eine Zier - doch besser lebt sichs ohne ihr".
Da es nach meinen Erfahrungen überwiegend jüngere Leute sind, insbes. Studenten und ihre WG´s, scheint es wohl an deren frei- & großzügigen Erziehung (?) zu liegen. Ein junger Mensch braucht schließlich Raum und das Gefühl von Freiheit. Möglichst Tag & Nacht!

Selbstverständlich -
ob andere dabei in den Wahnsinn getrieben werden, weil sie morgens aufstehen müssen, um u. a. auch den Studi´s das Studieren mit ihrem erabeiteten Steuergeld zu ermöglichen - wen kratzt das!?
Ein kluger Mensch hat das Wort "Freiheit" so definiert: "Freiheit ist nicht das Auffüllen eines Eimers, sondern seine gezielte Entleerung".
Das habe ich mir zu Herzen genommen - und bei sich bietender Gelegenheit meine Freiheit gezielt beansprucht! Es brauchte 2 mal - und seitdem ist es ab 22.30h ruhig auf dem Balkon; die gruppendynamischen Studi-Events werden in die Wohnung verlagert. Und sollte doch mal wieder spät Halligalli angesagt sein, da reicht es aus, wenn eine Ladung Wasser erst mal prophylaktisch an deren Balkon vorbeisaust!
Probierts mal aus - sofern Euer Balkon nicht tiefer liegt!

Ich habe das Pech neben einem Altersheim zu Wohnen. Ich kann im Sommer nicht mehr auf meinen Balkon, weil dort der Fernseher auf maximale Lautstärke gestellt ist und ich das tolle Altersheimprogramm den ganzen Tag ertragen muß. Ich habe telefonisch darum gebeten, daß abzustellen, wurde dann nur dumm angemacht, warum mich das stört und dann wurde gesagt, da kann man nichts machen, aber soviel Anstand das Fenster zumachen haben die nicht. Es wurde noch schlimmer, jetzt ist eine drin die regelmäßig zu jeder Tages und Nachtzeit laut Schreit, weil sie verwirrt ist. Mir wurde empfohlen mich bei der Gemeinde zu beschweren, dort wurde gar nichts gemacht, Beschwerde beim Landratsamt, dann war am nächsten Tag mein Anrufbeantworter voll und ich bekam einen bitterbösen Brief, daß ich doch Verständnis für Alte und haben soll, aber für mich haben die kein Verständnis, ich darf mir das Geschrei mitten in der Nacht anhören und muß morgens auch früh raus und 8 Stunden in der Arbeit meine Leistung erbringen.

...auch ich habe das Pech egoistische Renter als Nachbarn zu haben. Es dröhnt von oben und etwas auch von unten, aber selbst kann ich denen nicht leise genug sein! Die unter mir sind noch einigermaße zu ertragen nur in der Kombination mit denen von oben ist es zum verrückt werden. Die wechseln sich so schön ab, das man schon die kranke Vorstellung entwickelt sie würden sich heimlich absprechen um mich rauszu ekeln. Der Vormieter hat es jedenfalls nur zwei Jahre ausgehalten und der davor wohl nur ein Jahr...dann kommt man schon auf komische Ideen.
Zurück zum Thema Wutrauslassen: Die über mir könnt ich mittlerweile an die Wand klatschen. Jeden Tag ab 15 Uhr (ich arbeite von zu Hause aus...leider nur mit Oropax möglich) dröhnt deren Fernseher bis in die Nacht hinein, durch meine ganze(!) Wohnung. Abends mal ein Buch lesen habe ich seit meinem Umzug nicht mehr machen können, man kann sich nicht konzentriern und mein ganzes Leben lang mit Oropax im Ohr rumzulaufen...nööööööö.
Selber Fernsehen geht nur eingeschränkt, man hört den von oben nämlich parallel im Hintergrund dröhnen...lenkt ständig vom eigenen Programm ab. Manchmal (um wenigstens etwas "Ruhe" zu haben) schalte ich die selbe Sendung ein wie die, dann ist es erträglicher, deren TV ist ja so laut, dass man erkennt was die gucken.
Hatte mich mal beschwert, dann kam ne Entschuldigung und es wurde mal paar Wochen leiser. Dann wurde es wieder lauter, wieder beschwert und die lieben Nachbarn wurden frech...behaupteten sogar sie wären das gar nicht. Klingelt man abend bei denen um sich zu beschweren ignorieren die einen!!!
Weiß echt nicht weiter, umziehen wie meine Nachbarn in meinem Alter von neben an (ziehen unter anderem wegen der tauben Rentner aus) kann ich mir überhaupt nicht leisten. Der Horror, hellhöriges Haus (1950er Baujah niieeee wieder) und noch laute Nachbarn dazu, das ist echt zum Ausrasten! Man kann sich nicht entspannen ist ständig genervt, schlafe schlecht, bin gestresst, könnt heulen vor Machtlosigkeit. Ich hasse diese Wohnung/dieses Haus und wünsche mir meine alte billigere Wohnung zurück! Bin einfach wütend! Tut gut hier zu schreiben!


Ihre Nachbarin von unten ist eine echte dumme Kuhh.

Mein Beileid!

Mein Rat: rächen Sie Sich, indem Sie auf dem Boden laut trampeln, wenn diese Zicke schläft. Verwandeln Sie enn ihr Leben in einen Alptraum!

Lassen Sie Sich bitte nicht runterkriegen!

Liebe Grüsse!

Hallo Motzki,

es gibt verschiedene Wege zu reagieren.
1.Hole Zeugen in Deine Wohnung
und lasse Sie einen Zeugenaussage nterschreiben.
(am besten nach 22:00h), dann greift das Lärmschutzgesetz, dieses nennt sich in NRW (LimSchG,Lärmimissionsschutzgesetz).
Darin steht: In der Zeit von 22:00h bis 06:00h ist alles zu unterlassen, was andere in der Nachtruhe stören könnte.

Strafen bis zu 5000 Euro werden angedroht.

2.) Einen Schiedsmann hinzuholen.
Kostet so ca. 10-50 Euro, je nach Aufwand.Den für Dich zuständigen Schiedsmann kannst Du beim Amtsgericht erfragen
oder auf der Internetseite Deines Amtsgerichts.

Meist sind die Nachbarn so Perplex, das sie einlenken.

Wenn nicht, kannst Du klagen
und hast mit Lärmprotokoll und den Zeugen sehr gute Chancen den Prozess zu gewinnen!

Gruß und viel Erfolg von einem
ebenfalls leidgeprüftem
Lärmopfer!

1 polizei, ordnungsamt
2 lärmprotokoll
3 mieterverein
4 abmanhung an vermieter
5 im gesetzlichen rahmen miete kürzen
6 fristlose kündigung wenn keine verbesserung eintritt
7 schadenersatzklage gegen vermieter
8 schmerzensgeldklage gegen verursacher

wir hatten leider genug erfahrung damit. weder vermieter noch lärmverursacher verstehen leise geflüsterte bitten, leider muss man mit dem fuß aushohlen und voller kraft in die kniescheibe treten.

...es ist nicht zu fassen, wie egoistisch manche menschen sind.

beim lesen von motzkis beitrag habe ich ungefähr bei jedem satzende genickt. er hat – bis auf die korpulente figur – meine nachbarin von oben en detail beschrieben. die kennt nur sich und ihre eigenen belange. alles andere ist ihr offensichtlich egal.

musik in unterschiedlichen lautstärken, stark basslastig, zu den unmöglichsten uhrzeiten (so wie jetzt gerade... seit 2.30 ist disco. mittlerweile ist es 3.50...). mehrfach habe ich fast schon devot darum gebeten, ob sie wohl nicht freundlicherweise die musik leiser machen kann. in der nacht von sonntag auf montag war das innerhalb 5 minuten möglich (die ich quasi als zugabe gewehrt habe). in der nacht von montag auf dienstag hieß es, ich sei pingelig. vorhin bekam ich die rückmeldung 'man ey, es ist freitag'. in der nacht von montag auf dienstag wurde die musik dann zwar auch gegen 1.00 leiser gestellt, lief allerdings auf endlosschleife – was nicht nur mit playlists sondern gerne auch mit einzelnen titeln praktiziert wird – durch, bis mein wecker um 8.00 klingelte. ein stetiges gewummer und leichte vibrationen.

ich kann mittlerweile nachvollziehen, dass schlafentzug eine der fürchterlichsten foltermethoden ist. meine laune ist im keller, meine nerven liegen blank.

da ich diese person zudem noch für hochgradig aggressiv halte – eine kratzen-, beißen-, spucken-frau – 'traue' ich mich nicht, die polizei zu rufen. ich traue ihr so ziemlich alles zu. sachbeschädigung als auch körperverletzung. das muss man sich mal vorstellen! ich habe regelrecht schiß vor ihr...

leider habe ich schon auseinandersetzungen mit ihrem (mittlerweile ex-) freund miterlebt, bei denen sachen aus dem fenster in den hof flogen und die sich scheinbar gegenseitig geprügelt haben. es hörte sich zeitweise an, als würden die sich umbringen.

und weil das mit der musik – die eigentlich grundsätzlich zwischen 22 und 7 uhr läuft – nicht reichen würde: sie hat auch noch zwei hunde. habe ich grundsätzlich nichts gegen – auch wenn laut mietvertrag keine tiere erlaubt sind. aber wenn frau nachbarin am wochenende party machen geht (...um sich ein näschen koks reinzuziehen oder den wodka flaschenweise zu leeren... – und das ist nicht polemisch sondern entspricht der realität) lässt sie ihre hunde selbstverständlich alleine in der wohnung, was denen offensichtlich nicht besonders gefällt. kann dann schonmal vorkommen, dass sie die ganze nacht jaulen... mal abgesehen davon, dass man die tatzen auf dem laminat klackern hört... und natürlich ihren bleischuhähnlichen gang.

ich bin kein foren-schreiber, stelle aber fest, dass es sehr gut tut, mal alles runterzuschreiben. gleichzeitig bin ich erschrocken darüber, WAS ich mir da alles gefallen lasse. ...und ich wohne bereits seit vier jahren in dieser wohnung. sie ist ca. 6 wochen nach mir eingezogen... anfangs waren wir sogar befreundet... nachdem sie sich immer wieder dinge von mir ausgeliehen hat, die ich erst nach wiederholtem fragen zurückbekommen habe – bis auf die drei villeroy & boch weingläser, die nie wieder gesehen wurden – hat die freundschaft (was diese verbindung im nachhinein betrachtet nicht war) einen bruch erlitten. sie ist mich – vor mehreren leuten, die bei einem anderen nachbarn zusammensaßen – verbal hart angegangen und hat mir vorgeworfen ich sei kindisch (weil ich meine weingläser zurückhaben wollte, zu deren verbleib sie nie stellung beziehen konnte...).

ich habe keine lust auf kampf und ausgefahrene krallen... ich möchte einfach nur was mir zusteht: nachtruhe von 22 bis 7 uhr.

nachdem ich in letzter zeit vermehrt darüber nachdenke, wie ich das problem löse (...und an dieser stelle muss ich schon ein bißchen darüber lachen, wie doof ich bin, dass ich das dermaßen lange mitmache...), werde ich ein gespräch mit meinem vermieter führen. das gespräch mit ihr muss ich wohl nicht mehr suchen. da gab es genug kontakt, genug sms' in denen ich förmlich um ruhe gebettelt habe.

ich habe auch darüber nachgedacht mir eine andere wohnung zu suchen, was einem weglaufen entspräche. mit so einer person möchte ich jedoch nicht auf engem raum leben. dass sie ausziehen MUSS, halte ich für eher unwahrscheinlich. allerdings weiß ich nicht, ob schon weitere beschwerden gegen sie eingingen. dass die polizei bereits wegen ruhestörung hier war, weiß ich. so sieht es am ende danach aus, dass ich dafür bezahlen muss, weil meine nachbarin mir auf die nerven fällt. und zwar bezahlen im doppelten sinne.

mittlerweile ist es 4.38. die musik läuft noch. sie läuft zwar etwas leiser, trotzdem wummert, vibriert und dröhnt es. um 8 uhr klingelt mein wecker... an schlaf ist im moment nicht zu denken.

mein mitgefühl und verständnis gilt allen leidgeplagten...

...es ist nicht zu fassen, wie egoistisch manche menschen sind.

beim lesen von motzkis beitrag habe ich ungefähr bei jedem satzende genickt. er hat – bis auf die korpulente figur – meine nachbarin von oben en detail beschrieben. die kennt nur sich und ihre eigenen belange. alles andere ist ihr offensichtlich egal.

musik in unterschiedlichen lautstärken, stark basslastig, zu den unmöglichsten uhrzeiten (so wie jetzt gerade... seit 2.30 ist disco. mittlerweile ist es 3.50...). mehrfach habe ich fast schon devot darum gebeten, ob sie wohl nicht freundlicherweise die musik leiser machen kann. in der nacht von sonntag auf montag war das innerhalb 5 minuten möglich (die ich quasi als zugabe gewehrt habe). in der nacht von montag auf dienstag hieß es, ich sei pingelig. vorhin bekam ich die rückmeldung 'man ey, es ist freitag'. in der nacht von montag auf dienstag wurde die musik dann zwar auch gegen 1.00 leiser gestellt, lief allerdings auf endlosschleife – was nicht nur mit playlists sondern gerne auch mit einzelnen titeln praktiziert wird – durch, bis mein wecker um 8.00 klingelte. ein stetiges gewummer und leichte vibrationen.

ich kann mittlerweile nachvollziehen, dass schlafentzug eine der fürchterlichsten foltermethoden ist. meine laune ist im keller, meine nerven liegen blank.

da ich diese person zudem noch für hochgradig aggressiv halte – eine kratzen-, beißen-, spucken-frau – 'traue' ich mich nicht, die polizei zu rufen. ich traue ihr so ziemlich alles zu. sachbeschädigung als auch körperverletzung. das muss man sich mal vorstellen! ich habe regelrecht schiß vor ihr...

leider habe ich schon auseinandersetzungen mit ihrem (mittlerweile ex-) freund miterlebt, bei denen sachen aus dem fenster in den hof flogen und die sich scheinbar gegenseitig geprügelt haben. es hörte sich zeitweise an, als würden die sich umbringen.

und weil das mit der musik – die eigentlich grundsätzlich zwischen 22 und 7 uhr läuft – nicht reichen würde: sie hat auch noch zwei hunde. habe ich grundsätzlich nichts gegen – auch wenn laut mietvertrag keine tiere erlaubt sind. aber wenn frau nachbarin am wochenende party machen geht (...um sich ein näschen koks reinzuziehen oder den wodka flaschenweise zu leeren... – und das ist nicht polemisch sondern entspricht der realität) lässt sie ihre hunde selbstverständlich alleine in der wohnung, was denen offensichtlich nicht besonders gefällt. kann dann schonmal vorkommen, dass sie die ganze nacht jaulen... mal abgesehen davon, dass man die tatzen auf dem laminat klackern hört... und natürlich ihren bleischuhähnlichen gang.

ich bin kein foren-schreiber, stelle aber fest, dass es sehr gut tut, mal alles runterzuschreiben. gleichzeitig bin ich erschrocken darüber, WAS ich mir da alles gefallen lasse. ...und ich wohne bereits seit vier jahren in dieser wohnung. sie ist ca. 6 wochen nach mir eingezogen... anfangs waren wir sogar befreundet... nachdem sie sich immer wieder dinge von mir ausgeliehen hat, die ich erst nach wiederholtem fragen zurückbekommen habe – bis auf die drei villeroy & boch weingläser, die nie wieder gesehen wurden – hat die freundschaft (was diese verbindung im nachhinein betrachtet nicht war) einen bruch erlitten. sie ist mich – vor mehreren leuten, die bei einem anderen nachbarn zusammensaßen – verbal hart angegangen und hat mir vorgeworfen ich sei kindisch (weil ich meine weingläser zurückhaben wollte, zu deren verbleib sie nie stellung beziehen konnte...).

ich habe keine lust auf kampf und ausgefahrene krallen... ich möchte einfach nur was mir zusteht: nachtruhe von 22 bis 7 uhr.

nachdem ich in letzter zeit vermehrt darüber nachdenke, wie ich das problem löse (...und an dieser stelle muss ich schon ein bißchen darüber lachen, wie doof ich bin, dass ich das dermaßen lange mitmache...), werde ich ein gespräch mit meinem vermieter führen. das gespräch mit ihr muss ich wohl nicht mehr suchen. da gab es genug kontakt, genug sms' in denen ich förmlich um ruhe gebettelt habe.

ich habe auch darüber nachgedacht mir eine andere wohnung zu suchen, was einem weglaufen entspräche. mit so einer person möchte ich jedoch nicht auf engem raum leben. dass sie ausziehen MUSS, halte ich für eher unwahrscheinlich. allerdings weiß ich nicht, ob schon weitere beschwerden gegen sie eingingen. dass die polizei bereits wegen ruhestörung hier war, weiß ich. so sieht es am ende danach aus, dass ich dafür bezahlen muss, weil meine nachbarin mir auf die nerven fällt. und zwar bezahlen im doppelten sinne.

mittlerweile ist es 4.38. die musik läuft noch. sie läuft zwar etwas leiser, trotzdem wummert, vibriert und dröhnt es. um 8 uhr klingelt mein wecker... an schlaf ist im moment nicht zu denken.

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Zusammenfassung

Lärmbelästigung durch Nachbarn: Was kann man dagegen tun? Ein Leser berichtet vom Lärm eines Nachbarn.

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Lärmbelästigung durch Nachbarn Nachbarschaftlärm Erfahrungsbericht Lärm durch Nachbar Was kann man tun?