Die Wohnungssuche ist oftmals eine bescherliche und Kräfte zehrende Suche. Hat man dann endlich die den eigenen Bedürfnissen entsprechende Wohnung mit einer vernünftigen Miete gefunden, können sich viele freuen und erstmal die Korken knallen lassen. Doch für manch andere Mieter geht dann erst der Ärger richtig los. Was bei der Wohnungsbesichtigung nicht auffiel, kann binnen kürzester Zeit zu einem dauerhaften Ärgernis werden und sogar die Psyche hart treffen. Ein möglicher nicht sofort offensichtlicher "Mangel" an einer Mietwohnung sind lärmende Kinder im Stockwerk über der eigenen Wohnung, wie folgende Leserzuschrift zeigt:
vor einem Jahr sind mein Mann und ich in dieser noch vorhandenen Wohnung eingezogen, hatten uns gefreut, ohne zu ahnen was über uns wohnt.
Eine Familie mit zwei kleinen Kindern, in deren Wohnung liegt Laminat, ohne ausreichende Trittschalldämmung, man hört jeden normalen Schritt. Die Kinder machen jeden Tag über Stunden Waldläufe, das poltert, es ist furchtbar. Wir hatten schon eine Aussprache mit dem Vermieter, es hat leider nichts genützt.
Wir haben dann einen Anwalt eingeschaltet, der dann auf Mietminderung gepocht hat. Die Kinder haben auch noch ihr Kinderzimmer über unserem Schlafzimmer, so das wir nie ausschlafen können. Vor allem mein Mann, wenn der am Wochenende von der Montage kommt, man sitzt jeden Morgen steif im Bett, wird aus dem Schlaf gerissen, morgens um 6Uhr.
Wenn die dann mal wegfahren, ist das wie Urlaub, aber wenn die dann abends wieder kommen, dann geht das Getrampel wieder los, es ist unerträglich. Ich habe über Monate Protokolle geführt, dem Vermieter eins und meinem Anwalt eins zugeschickt. Das Ende vom Lied ist jetzt so, das wir ausziehen werden und der Vermieter sich an den Umzugskosten beteiligen muss und wir fristlos kündigen dürfen. Ich musste auch schon Medikamente nehmen, weil ich mit den Nerven am Ende bin. Keiner soll in diese Wohnung ziehen in Rostock P****-N****-Straße ** (gekürzt aus Gründen des Datenschutz).
Grüße von B.
Das Problem ist, dass man dem Spieltrieb der Lärm verursachenden Kinder außerhalb der Ruhezeiten nicht verhindern kann. Bei uneinsichtigen Nachbarn bleibt da leider nur in letzter Konsequenz, sich nach einer neuen Wohnung umzusehen. D.h. der Traum von den ruhsamen eigenen vier Wänden bleibt ausgeträumt, die Wohnungssuche geht von neuem los. Und damit wieder der ganze Stress und Ärger, den man eigentlich hinter sich erhofft hatte.
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Kommentare (6)
Ich kann das absolut nachempfinden... über unserer WG ist eine Familie mit 5 Kindern eingezogen... Das Verhalten von denen ist das selbe... allerdings lassen die mich am WE idR bis 8 schlafen... aber das ist kaum auszuhalten.
Das Großartige ist, dass unter mir eine Schwerhörige Frau wohnt, die nachts die Musik recht laut hat. Das Problem ist, dass die das auch macht, welbst wenn jeden Tag die Polizei kommt... nur die muss dann so laut sein, dass man noch weniger schlafen kann... ich dreh gerade echt durch... auf mehr als 4 Stunden Schlaf komm ich derzeit nicht im Schnitt.
Von Voggel | 15.04.09 10:43
Hallo,
ich kann mitfühlen, ich leide seit 4 Wochen unter dem gleichen Problem.
Nach langer Suche - ich musste aus meiner letzten Wohnung wegen Eigenbedarf auziehen- habe ich endlich eine geeignete und bezahlbare Wohnung gefunden.
Bei der Besichtigung habe ich beim Vormieter nachgefragt, ob die Wohnung auch ruhig sei und keine Kinder über mir sind. "Die Wohnung sei absolut ruhig"-wurde mir versichert.
Dass ich da getäuscht wurde hat sich dann bereits nach der ersten Übernachtung in den neuen vier Wänden gezeigt: um punkt 7h morgens wurden mein Freund und ich von lautem Gepolter und heftigen Schlägen geweckt!
Wie sich zu meinem Entsetzen herausstellte, habe ich eine Familie mit einem 2jährigen Kind über mir, deren Wohnung (Dachgeschoss) komplett!!!! gefliest ist und deren Wohn/Küchenbereich meinen "kompletten" Wohnbereich abdeckt.
Kurz: ich habe keinerlei Rückzugsmöglichkeit und schlafen -auch am Wochenende-ist nicht länger als 07h möglich.
Denn dann werden meine Nachbarn über mir aktiv und man wird von dumpfen Schlägen, Gepolter und Tritten malträtiert. Spätestens wenn der Kleine dann mit dem Bobbycar seine Runde dreht will man nur noch raus! aus seiner Wohnung, der Horror!
Ich habe bereits mehrere Male mit den Nachbarn gesprochen und um Rücksicht über meinem Schlafbereich gebeten. Vergebens.
Wie sich herausstellte leiden auch die Nachbran neben mir, da sich der Schall wohl auch in die Nachbar Wohnungen zieht aber natürlich bekomme ich das meiste ab und keiner der beiden möchte sich beschweren, des Frieden wegens.
Es ist ja nicht nur dass das Kind lärmt, die Eltern lärmen ebenfalls und da es auch immer so heftige Schläge und dumpfe Geräusche gibt, bin ich mir sicher dass bei dem Haus eine mangelnde Trittschalldämmung vorliegt und dass bei einem Haus welches Mitte der 90er gebaut wurde.
Ich habe jetzt ein Beschwerde Schreiben bei meinem Vermieter eingereicht. Bin gespannt ob sich da was tut. Aber ich schau schon nach einer neuen Wohnung, denn -wie ich das hier im Internet so lese-hat man kaum Chancen. Kinder haben alle Rechte und eine nachträgliche Trittschalldämmung werden die sicher nicht nächsten Monat einbauen.
Bevor ich also die Nerven verliere, ziehe ich lieber aus. Mir tut jetzt schon der neue Nachmieter leid, der wird sich mit dem Problem ja auch auseinandersetzen dürfen.
Eine Unverschämtheit von den Eigentümern so etwas zu verheimlichen und schön weiterzuvermieten.
Zumindest werde ich eine Mietminderung anstreben und verlangen, dass die Schallbelastung gemessen wird.
Von Nouvelle | 29.04.09 16:53
Liebe Leidensgenossen,
ich habe ein ähnliches Problem. Vor Monaten wurde die Wohnung über mir neu vermietet. Vorher hat dort ein Paar mit Hund drin gelebt. Seit dem die beiden ausgezogen sind, erlebe ich hier den Horror Tag und Nacht. Ich höre jeden Schritt, man hört richtig, dass auf den Hacken durch die Hütte getrampelt wird. Der Typ wohnt alleine in der Wohnung und macht Krach für drei. Eigenartigerweise habe ich die beiden, selbst mit Hund nie gehört. Wenn sich der Typ oben bewegt merke ich übelste Schwingungen, da wackelt sogar mein Monitor. Kann die Hausverwaltung dazu gezwungen werden Teppich in die Wohnung zu verlegen? Ist eine Mietminderung bei so etwas möglich?
Vielen Dank
Gruß an alle Leidensgenossen
Von Martin | 7.08.10 23:49
Hallo liebe Leidgenossen,
wir sind vor Kurzem wegen einer extremen Lärmbelästigung durch einen Nachbarn, der immer stundenlang Musik hörte, umgezogen. Der jetzigen Genossenschaft hatten wir den Grund unseres Umzugs mitgeteilt. Wir haben uns gefreut, endlich Ruhe zu bekommen. Weit gefehlt. Die Vormieterin hatte gesagt, dass es sehr ruhig wäre. Die Genossenschaft hat im Rahmen einer Sanierung alle Decken abgehängt. Über uns wohnt eine Familie mit 2 kleinen Kindern, zusätzlich arbeitet die Frau als Tagesmutter. Leider Gottes hat deren Wohnung keine Trittschalldämmung. So hören wir ALLES. Die Decke funktioniert wie eine Trommel. Es ist so anstrengend. Ich habe eine sehr schwere neurologische Erkrankung, bei der ich Ruhe benötige. Mich ärgert, dass die Genossenschaft uns diese wichtige Info, dass über uns eine Tagesmutter lebt, nicht gegeben hat. Mein Freund und ich sind total am Ende.
Schon wieder umziehen ist nicht möglich, da wir sehr viel Geld in die Wohnung gesteckt haben.
Von Malli | 7.07.11 22:25
Hallo!
Bin während meiner Recherche nach einer möglichen (Er-)lösung hier drüber gestolpert...
Wir sind eine Familie mit 1 Kind - und drehen durch wegen der WG über uns.
Die sind sehr nett, aber eben zu 4., + mindestens immer einen Besuch, und die Wohnung hat Laminat ohne oder mit mangelhafter Schalldämmung.
Wir hören alles, den ganzen Tag: Handyklingeln, Gespräche können wir mithören, Trampe als ob Elefanten über uns laufen, Klirren, wenn Dinge umfallen.
Musik etc. machen die schon gar nicht mehr an...
Weiß denn jemand, wo man sowas messen lassen kann, ob die Dämmung die zugelassenen Db überschreitet?
Wir suchen auch schon eine neue Wohnung, sind gerade erst vor 4 Monaten eingezogen :(
Liebe Grüße!
Miss Oropax
Von Silke | 9.10.11 16:25
Hallo Leidgenossen,
mir 36 und meiner Verlobten 30 geht es genau wie euch.Wir arbeiten beide Schicht. Während ich hier schreibe,telefoniert die neue Mieterin über uns und ich verstehe jedes Wort.Glaubt diese wirklich das mich es Interessiert,dass Sie Menstruationsbeschwerden hat. Nein nicht wirklich! Ihr Sohn 5 Jahre springt seid 06 Uhr wie ein Wahnsinniger in der Wohnung rum. Um halb 7 bin ich hoch und sagte ob es etwas leiser gehe,bekam ich die Antwort :"Warum"! und knallte mir die Türe vor der Nasse zu. Zehn Min darauf kam Ihr Freund daher und meinte ich soll aufpassen. Was erlaubt die (der) sich eigentlich? Der Terror fing vor 6 Monaten an als Sie einzog. wie wir erfahren haben ist Sie wegen Pro.... aus der Alten Wohnung geflogen .So nun fährt der kleine Bobby Car und Sie tut nichts dagegen. Sie geht weder arbeiten noch sonstiges (Hartz4).Unser Vermieter meinte das wir das wohl hinnehmen müssen. Das kann es ja wohl au nicht sein. Die anderen Nachbarn kommen zu uns und beschweren sich auch über die Mieterin . Doch zum Vermieter gehen Sie nicht und stehen Bzw spielen auch noch mit dem kleinen wenn er mal draussen ist. Was für eine feige Bande.
Von kalli | 15.10.11 10:05