Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Mannes, gleich welchem Alter: Prostatakrebs. Zwar gibt es schlimmere Erkrankungen im Leben, aber die psychische Belastung mit einer möglicherweise nötigen Operation und Folgen wie Impotenz und Inkontinenz wiegen im Kopf ungleich schwerer als viele andere Krankheiten.
Darum gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Prostatakrebs Untersuchung durchführen zu lassen. Eine häufig genutzte Möglichkeit ist der PSA Test. PSA steht dabei für "prostataspezifisches Antigen", einem Eiweißstoff, der im Prostatagewebe gebildet wird. Anhand der Konzentration des prostataspezifischen Antigens im Blut (dem so genannten PSA-Wert) werden Anzeichen ermittelt, ob eine Krebserkrankung besteht.
Problematisch beim PSA Test sind jedoch die überhöhte Anzahl an positiven Ergebnissen bei dieser Form der Prostatakrebs Früherkennung. Auch kleinste bzw. nur langsam wachsende Tumore, die zu Lebzeiten des zumeist älteren Patienten nicht bedrohlich wären, führen zu einem positiven Testergebnis.
Neuere Voruntersuchungen nach einem Prostatakarzinom bieten eine verbesserte Diagnostik. Dazu zählen der PCA3 Test sowie ein Test mittels Magnetresonanztomographie (MRT). Da jedoch die Krankenkassen bereits die Voruntersuchungen auf Prostatakrebs mittels PSA Test nicht bezahlen (es sei denn es besteht bereits ein dringender Verdacht), übernehmen sie auch in der Regel nicht die Kosten für die teureren PCA3 / MRT Test.
Hier wird ganz klar am falschen Ende gespart und so müssen wohl die älteren Herrschaften weiterhin die kosten für die Krebsvorsorge Früherkennung selber tragen, während an anderer Stelle im Gesundheitssystem Gelder verprasst werden.
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