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Stromstöße für Probanden zum Lernen aus Gehorsamkeit - Geld verdienen im Nebenjob falsch interpretiert

Wer nicht hören will, muss fühlen.

Unter diesem altbekannten Motto könnte man ein jüngst durchgeführtes wissenschaftliches Experiment einordnen, bei dem 70 Probanden dazu aufgefordert wurden, anderen (menschlichen) Versuchskaninchen Stromstöße zu verpassen, wenn diese die ihnen gestellten Aufgaben nicht zufriedenstellend lösten. Natürlich wurden diese Stromstöße nicht wirklich durchgeführt, aber gesagt wurde dies der ersten Gruppe von Probanden nicht. Dennoch drehten diese der Aufgabe entsprechend den Knopf zur Einstellung der Volt-Ladung immer weiter nach oben, sobald der andere Proband eine Frage mal wieder falsch beantwortet wurde.

Sowas wird dann unter den Deckmantel der wissenschaftlichen Untersuchung von Lernen aus Gehorsamkeit geschoben. Über den Sinn und Zweck lässt sich sicherlich streiten, aber es ist einfach immer wieder erschreckend, für was sich manche Leute herablassen, nur um schnell ein paar Euro verdienen zu können. Kein Wunder, dass das Angebot an weitestgehend dubiosen Angeboten, im Nebenjob Geld verdienen zu können, immer länger wird. Langlebige Klassiker wie Blut spenden (z.B. für die Gewinnung von Blutkonserven im Notfall), Samen spenden (etwa für kinderlose zeugungsunfähige Paare) oder als Proband (z.B durch Medikamententests für die Entwicklung von neuen Arzneimitteln) sind da noch geradezu rühmliche Ausnahmen (und ggf. noch wissenschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich wertvoll), wenn man dies mit neuzeitlichen Rattenfänger-Methoden vergleicht.

Auch die berühmt-berüchtigten Abofallen "Anbieter" nutzen gerne die Gelegenheit, mit vollmundigen Versprechungen gutgläubige Menschen anzulocken, nur um ihnen dann für die Aufnahme in eine gehaltlose Datenbank monatlich ein paar Euro abzuknöpfen. 2 Jahre im voraus, mit Androhung von Inkasso und Anwalt, versteht sich von selbst.

Die Teilnehmer der Studie erhielten als Aufwandsentschädigung übrigens je 50 Dollar. Rein finziell sicherlich kein schlechter Lohn für 2x45 Minuten Aufwand, moralisch aber bestenfalls fragwürdig.

Kommentare (1)

Was soll das "...jüngst durchgeführtes..."

Dieses Experiment wurde Anfang der 1960er Jahre in der Universität New York durchgeführt.

Vorgestern, oder letzte Woche oder so, jedenfalls kurz vor der ersten Mondlandung - oder war's das Kennedy-Attentat? Achne, das Kennedy-Attentat fand ja gleichzeitig mit der Kreuzigung Jesu statt, am Morgen nach der Vertreibung aus dem Paradies, kurz vor der Sintflut.

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Stichwörter

Geld verdienen, Nebenjob, Proband, Medikamententests, Probanden, Arzneimitteltests, Blutspende, Samenspende, Geld im Nebenjob, Verdienst Nebenjob, Milgram Experiment