Heute war wieder mal so ein Tag, der gezeigt hat, dass ein Mindestlohn für Postboten nicht gerechtfertigt ist. Das mag etwas pauschal klingen, aber wenn man mal im Internet nach Problemen mit der Deutschen Post oder auch dem ach-so-tollen Packstation System sucht, wird man sehr schnell fündig. An dem Vorwurf muss also was dran sein, oder warum sonst so viele Leute Ärger mit ihrer Post?
Hier meine Story:
Vor ein paar Tagen hatte ich bei Amazon ein neues Headset bestellt, versendet als Deutsche Post Warensendung. Heute mittag gehe ich zum Briefkasten und finde eine Benachrichtigung vor, dass es leider nicht möglich war, mir eine Sendung / ein Postpaket zuzustellen. Einwurfstag: heute, Samstag. Kurz überlegt: War ich heute außer Haus? Nein, früh aufgestanden, Wohnung aufgeräumt, ein bisschen Zeit im Internet verplempert. :)
Nächster Gedanke: Klingel könnte kaputt sein. Kurzer Check: Geht! Einzig mögliches Fazit: Der Postbote war mal wieder zu faul zum Klingeln und mir das Paket an meiner Tür im 1. Stock zu überreichen. Stattdessen der Einfachheit halber wurde der Benachrichtigungs-Zettel in den Briefkasten gelegt. Kein Einzelfall, ist schon häufiger vorgekommen. Nun mag es durchaus sein, dass im Vor- und Nach-Weihnachtsgeschäft unheimlich viel Arbeit auf die Postboten zukommt. Verständnis für offensichtliche Faulheit gewährt dies jedoch nicht. Wer einen Mindestlohn will, soll gefälligst auch richtig dafür arbeiten und nicht die erstbeste Gelegenheit nutzen, den Feierabend vorzuziehen.
Das Paket durfte ich dann gnädigerweise an der nächsten Packstation (3 Kilometer entfernt) abholen. Echt spitze, Deutsche Post! Wenn ich das Paket an der Packstation in Empfang nehmen möchte, dann wähle ich diesen Versandweg explizit aus. Hab ich auch oft genug gemacht (mit gemischten Erfolg), aber zur Weihnachtszeit, wenn ich Urlaub hab, brauch ich das nicht. An der Packstation angekommen zieht man dann den Barcode auf der Benachrichtigungs-Karte über einen Scanner und muss dann mit dem Finger unterschreiben. Da könnte Hinz und Kunz unterschreiben, wenn sie die Karte durch Absicht oder durch einen Fehler des Postboten in die Finger bekommen. Eine Authorisierung mittels Personalausweis (-nummer) erfolgt nämlich sonst nicht. Ein echt tolles System mit einer Garantie für Beschwerden.
Dank der Unfähigkeit oder mutwilligen Faulheit meines Postboten wurde mir eine Stunde meiner Freizeit geraubt. Macht nur weiter so, bis euer Mindestlohn wieder gekippt wird und dann gibts leistungsbezogene Bezahlung. In diesem Fall wären das ca. 1,50 Euro die Stunde.
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Kommentare (3)
Immer nur Gemecker hier, das hängt mir langsam zum Hals raus!
Von Holger | 29.12.07 16:14
Stimmt. Also ... wenn der Paketbote keine Lust hat zu klingeln ist das total daneben. Wenn das so war, dann schreib ne Beschwerde, dann bekommt der eins auf die Nase, lernt was und gut ist. Sowas kommt aber bei allen Paketdiensten vor. Das mit der Packstation finde ich aber OK. Ich nutze die selbst seit langem und es kam immer alles und ohne Probleme an - ganz ohne Ärger mit Paketboten, Nachbarn und was da alles passieren kann.
Von caro | 29.12.07 17:08
Kann nicht sein:
arbeite bei der Post und es wird immer geläutet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kann auch sein das man die Türe zu spät aufmacht (also 4 Minuten nach 2 mal leuten?)
Hat man das Lauten überhört??????????
Bitte klären, denn das ist unverschämt!!!!!!!!!11
Von volker | 10.05.08 19:05