Erschreckende Bilder zum Thema World of Warcraft Gold Farming liefern die Tagesthemen. Chinesische Jugendliche werden für einen Hungerlohn von ihren Firmen gezwungen, 12 Stunden am Stück zu spielen und Gold einzusammeln. Danach darf man schlafen und die andere Schicht übernimmt den Computer. So werden die PCs rund um die Uhr genutzt.
Das gefarmte Gold wird dann über Ebay oder andere Kanäle an besser verdienende Spieler verkauft, die sich dann mittels dieses Goldes im Spiel ihre Traum-Ausrüstung zusammenkaufen können.
Unternommen wird dagegen natürlich nichts, denn mit jedem Zocker, der über einen Account verfügt, scheffelt der Hersteller Blizzard noch mehr monatliche Gebühren. Währenddessen gehen die chinesischen "Sklaven" körperlich und mental zu Grunde. Tja, auch das ist Globalisierung!
Was haltet ihr davon? Würdet ihr euch über Ebay Gold kaufen, weil ihr vielleicht nicht die nötige Zeit habt, um euren In-Game-Charakter vernünftig auszustatten und somit von den 14-Jährigen ausgelacht zu werden? Ich persönlich finde es richtig scheiße, denn der eigentliche Sinn des Spiels wird damit völlig verfehlt. Vom den menschlichen Schicksalen in China mal ganz zu schweigen ...
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Kommentare (3)
Ist doch alles vom amerikanischen Regime gefaked!!!!
Von Motzki | 9.10.06 23:21
Kein Fake, es gibt sie wirklich auf einem Relam extrem auf einem anderen nicht,...
...wahr ist auch das Blizz nicht wirklich was tut ausser Verwarnungen aussprechen, weil Blizz sich sonst ins eigene Fleisch schneiden würde,...
...ABER: wer Gold kauft macht sich strafbar und kann mit Strafen rechnen im Spiel und es ist verboten zumindest bei Ebay, "virtuelles Gold" zu verkaufen und führt zu Löschung des Ebay Account.
Das ärgerliche ist das die "Chinafarmer" den normalen Spieler daran hindern ordentlich zu questen, und dem Spieler den Spass am Spiel verderben...
... würden viele nicht mehr WoW spielen, würde Blizz auch ein einsehen haben und was dagegen tun, im Moment ist das nur selten der Fall.
Von Matze | 26.02.07 15:02
Wenn versucht wird, gegen Vorgänge wie die China-Goldfarmen so anzukämpfen, wie in diesem Blog oder an vielen anderen Stellen gefordert wird, ändert sich an dem Hauptproblem, der Versklavung junger Chinesen, gar nichts. An allen Ecken und Enden, oft sogar bei Problemen im eigenen Land, werden immer nur die Symptome bekämpft, nicht die Ursachen. Würde Blizzard an diesem Punkt nun durchgreifen, was würde sich denn wirklich ändern? Die europäischen Wohlstandskinder, die dazu aufgerufen haben, könnten wieder in friedlicher Ruhe Ihre Quests erledigen, in ihrer überflüssigen Freizeit. Ginge es davon den Chinesen die bis dahin 12 Stunden Computer spielen mussten besser? NEIN! Sie würden darauf 12 oder gar 16 Stunden Kleidung für unsere Markenhersteller nähen oder in einem Bergwerk echtes Gold "farmen". Damit möchte ich das Geschen der virtuellen Goldfarmen nicht schön reden, sondern einmal klarmachen, dass die Ursache nicht ein lockerer Umgang von Blizzard ist, sondern eine viel zu ungebremste und unkontrollierte Globalisierung, unter deren Bedingungen sich die Einen den Bauch fett verdienen, indem sie Andere leiden lassen!
Von Mondblume | 6.11.07 14:44