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Leser Beschwerde über Deutsche Post - Fehlende Kulanz bei Übergewicht eines Postpakets

Wenn man für 70 Gramm mehr 8 Euro auf den Tisch legen soll, dann muss man nicht unbedingt in einem Feinkost Supermarkt Luxus-Güter einkaufen gehen. Das geht viel einfacher ... in der nächsten Filiale der Deutschen Post. Beim Ex-Monopolisten wird anscheinend heute noch peinlich genau auf die Beachtung von Größeneinheiten geachtet. Einer unserer Leser durfte kürzlich genau dies erfahren und war so freundlich, seine Erfahrungen mit uns zu teilen.

Aber lest selbst:

Für 70 Gramm 8 Euro Briefgebühr?

Die Deutsche Post treibt es langsam wirklich auf die Spitze. Dieser Tage wollte ich einen so genannten Maxi-Brief nach Rumänien verschicken. Die Gebühren dafür betragen bis 1000 Gramm sechs Euro. Zuzüglich 2.05 Euro Einschreibegebühr - damit die wertvolle Sendung nicht "verschwindet". Machte zusammen also 8,05 Euro. Soweit - so gut.

Als die Dame hinter dem Postschalter in Zülpich (Kreis Euskirchen) die Sendung auf ihre Uraltwaage legte, sprang der Zeiger ganze 70 gr. (!) über die Ein-Kilo-Marke. Und für diese 70 Gramm Mehrgewicht (bezogen auf ein Kilo Gesamtgewicht) wollte die gute Frau den doppelten Preis, nämlich 16 Euro von mir abkassieren. Eine solche Haarspalterei ist mir noch nicht untergekommen.

Dabei habe ich schon eine Sendung im Wert von rund 200 Euro verloren, weil man mich in der Zülpicher Poststelle zu einem Päckchen (ohne Einlieferungsnachweis) falsch beraten hatte. Zudem habe ich schon x-Mal Sachen per Post verschickt, wo ich weit unter den zulässigen Gewichten war. Bleibt zu hoffen, dass der Psedo-Ex-Monopolist wirklich bald eine vernichtende Konkurrenz bekommt. Das ist mir passiert ... am 13. Januar 2008.

Fehlende Kulanz beim Trachtenverein in Gelb ... tja, was sollte man von einem ehemaligen staatlichen Unternehmen anderes erwarten. Da bleibt einem wohl nur, sich beim nächsten Versand eines Päckchens mit der Haus- oder Küchenwaage zu bewaffnen und äußerst penibel zu messen.

Einen Tipp aus der Meckerziege Best Practice möchten wir an dieser Stelle aber dennoch loswerden. Wer am lautesten schreit, bekommt bekanntlich in den meisten Fällen doch noch das Gewünschte. Im Falle hier empfehlen wir, den eigenen Schatten zu vergessen, einen riesigen Aufstand zu machen (auch hier gilt: je lauter desto besser) und am Ende hat man große Chancen, auch 1.070 Gramm für 8,05 Euro zu verschicken. Wer an das Funktionieren dieser Vorgehensweise nicht glaubt, hats wohl nie probiert. :)

Kommentare (1)

dann will ich aber mal die "lautschreier" sehen wenn das Betreffende Land, oder deren Zoll den Brief zurückgeschickt hätte... wäre dann wieder die Poststelle schuld???

Und wie ist das eigentlich beim Metzger... Wenn ich 500g Salami bestelle, kriege ich dann auch 570 g ohne mehr bezahlen zu müssen??

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Zusammenfassung

Beschwerde über die Deutsche Post: Wie der Ex-Monopolist peinlich genau auf die Einhaltung der Gewichtsgrenzen bei Postpaketen achtet

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