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Darf es etwas Werbefläche mehr sein? Sueddeutsche.de erschlägt User mit Werbung

Zeitungen haben sich in Zeiten des Internets an die Erfordernisse der modernen Informationsgesellschaft angepasst. Keine Tageszeitung mit einem Anspruch an die eigene Aktualität kommt ohne eine Online Version aus, die brandheiße Meldungen im Minutentakt unters Volk wirft.

Dass dies eine ganze Menge Ressourcen sowohl in personeller als auch vor allem in finanzieller Hinsicht frisst, liegt in der Natur der Sache. Die Refinanzierung erfolgt üblicherweise durch Werbung sowie mehr oder weniger gut als redaktionelle Inhalte getarnte Beiträge mit ebenso mehr oder weniger gut versteckter Botschaft zum Kaufen eines Produkts vom Werbetreibenden. Hab ich auch ehrlich gesagt überhaupt kein Problem damit. Der mitdenkende Leser mit etwas Hirnschmalz ist schließlich durchaus in der Lage, Inhalte und Werbung zu differenzieren.

Nervig wird es dann, wenn das Layout dermaßen vergewaltigt wird, dass es einfach nicht mehr schön ist, auf die Seite zu gehen. Wenn man dermaßen mit Werbefläche bombardiert wird, wie man es sonst nur auf Schmuddelseiten sieht, dann leidet nicht nur das Erlebnis des Nutzers, sondern vor allem auch die Seriösität. Sofern die Zeitung einen Anspruch auf Seriösität hat, versteht sich ... die Redaktion von Bild.de kann in der Hinsicht tun und alles, was sie will. :)

Ein Negativ Beispiel für die Einbindung von Werbung liefert heute die Online Ausgabe der Süddeutschen Zeitung. Auf sueddeutsche.de prangt nicht einfach nur ein schnöder Banner für eine Reiseseite. Nein, es wird richtig geklotzt und wer dann mit einer hohen Auflösung das Web besurft, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der folgende Screenshot basiert auf einer Auflösung von 1920x1200 Pixeln:

Screenshot entfernt

Hat sowas eine ansonsten niveauvole Tageszeitung nötig? Müssen die User mit einer solchen brachialen Gewalt darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Reisezeit kurz vor der Tür steht. Etwas dezenter hätte es durchaus sein können, wenn nicht sogar müssen. Wir sind hier schließlich auf einer Webseite mit einem gewissen Anspruch und nicht auf dem Jahrmarkt.

Also, werte Online Redaktion der SZ: Überlegt euch mal, ob ihr eure Leser weiter so behandeln wollt. Die Antwort der User wird nämlich über kurz oder lang folgen: a) Abwandern oder b) Werbeblocker anschalten.

In diesem Sinne: Einen schönen Urlaub 2008 - mit oder ohne Lastminute.

Kommentare (1)

Die gleiche Gigantowerbung gabs vor zwei Wochen auch auf Spiegel Online... einfach nur schrecklich... wer klickt denn auf so ein Ungetüm drauf?

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Zusammenfassung

Süddeutsche.de pflastert die halbe Webseite mit Werbung voll. Hat eine seriöse Tageszeitung auf ihrem Online-Auftritt solch brachiale Werbung nötig?

Stichwörter

Werbung Online, Werbung Tageszeitung, Beschwerde Werbung, zuviel Werbung,