Zwecks Zusammenzug haben wir am 30.12.2009 für zwei Wohnungen die schriftliche Kündigungen an die jeweiligen Vermieter per Einwurfeinschreiben (kostet pro Sendung €2,15) abgesandt. Kündigungen müssen spätestens am dritten Werktag des Monats zugestellt werden.
Eines dieser Schreiben ist rechtzeitig am darauf folgenden Tag zugestellt worden. Das zweite Schreiben jedoch, soll nach Aussage des Vermieters erst am fünften Werktag zugestellt worden sein. Logisch, dass wir die Sendungsverfolgung online angeklickt haben.
Hier jedoch erhalten wir seit dem 31.12.2009 immer die gleiche Aussage: "Die Sendung wurde am 30.12.2009 in unserem Logistikzentrum Braunschweig bearbeitet." Es folgt ein sehr langer, und für mich kostenpflichtiger Anruf für 14 Cent pro Minute, die ich mir eigentlich sparen konnte.
Der Mitarbeiter versuchte mir stümperhaft klar zu machen, dass ein Einwurfeinschreiben "normalerweise" innerhalb von einem bis drei Werktagen zugestellt wird. Davon bin ich ausgegangen, und alles wäre OK gewesen. Für die rechtzeitige Zustellung hätte ich jedoch einen Expressbrief benutzen sollen, dessen Leistungen bei lächerlichen €8,50 beginnen!
Für eine Zustellung innerhalb des gleichen (!) Postleitzahlenbereiches kommen in mir Vergleiche à la ARDO-Gardine auf - die Abzocke mit der Goldkante... Vier eMails mit Beschwerden und Aufforderungen zur Klärung des Sachverhaltes wurden bisher nur zwei Mal beantwortet - nicht was den wahren Zustelltermin betrifft, sondern dass sich irgendjemand darum kümmern würde.
Geduld...Antragsteller bitte warten...auch wenn der Brief vor inzwischen einundzwanzig Tagen vertrauensvoll bei der Post abgegeben wurde.
Mein Fazit: Sollte meine Kündigung tatsächlich zu spät zugestellt worden sein, wird es sehr teuer für mich. 423,00 Euro kostet meine Wohnung pro Monat - auch wenn sie wegen verspäteter Zustellung leer steht. Für dieses Geld kann ich mir locker einen Rechtsanwalt nehmen, der persönlich ein Kündigungsschreiben bei meinem Vermieter abgibt - und ich kriege am Ende sogar noch was raus!
Was ich der deutschen Post wünsche, schreibe ich hier besser nicht, denn dafür könnte sie mich sofort verklagen. Viel mehr Konkurrenz wünsche ich ihr allemal.
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